newsbezeichnung

Zunahme der Kauffälle trotz unveränderter Durchschnittspreise: Berliner Wohninvestmentmarkt zeigt Frühindikatoren der Erholung

15. Januar 2026

Zuwachs bei Kauffällen, Preise bleiben stabil

Berlin, 15.01.2026 — Der Berliner Wohninvestmentmarkt hat 2025 eine sichtbare Belebung erlebt: Die Zahl der abgeschlossenen Kaufverträge stieg deutlich, während das durchschnittliche Preisniveau bislang nahezu unverändert blieb. Das ergibt der Zinshausmarkt-Bericht 2025/2026 von SCHICK IMMOBILIEN, basierend auf Daten des Gutachterausschusses Berlin und internen Auswertungen.

Transaktionen im Aufwärtstrend

Nach dem Tiefpunkt 2023 mit 596 Kauffällen erhöhte sich die Zahl im Jahr 2024 um rund 13 Prozent auf 677 und stieg 2025 weiter auf 780 Fälle, ein Plus von circa 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit kehrt die Marktaktivität zurück, wenngleich das Gesamtvolumen mit 3,89 Milliarden Euro in 2025 noch etwa 8 Prozent unter dem Niveau von 2024 liegt. Gegenüber 2022 und 2023 ist das Volumen jedoch deutlich höher, was auf eine zyklische und noch nicht abgeschlossene Erholung hindeutet.

Preisstabilität trotz regionaler Schwankungen

Die mittleren Quadratmeterpreise zeigten 2025 insgesamt eine Konsolidierung. Nach einem kurzfristigen Hoch von 2.390 €/m² im dritten Quartal 2024 pendelten sich die Preise im Jahr 2025 in einem engen Band zwischen 2.126 €/m² und 2.201 €/m² ein. Nachhaltige, flächendeckende Preissteigerungen blieben im Berichtsjahr aus; kurzfristige Ausschläge wurden zeitnah korrigiert.

Starke Divergenzen zwischen Berliner Bezirken

Auf Bezirksebene traten hingegen deutliche Unterschiede zutage. In Charlottenburg-Wilmersdorf stieg der mittlere Kaufpreis für Mehrfamilienhäuser binnen Jahresfrist um 32 Prozent auf 3.613 €/m². Im Gegensatz dazu verzeichnete Spandau einen Rückgang von 36 Prozent auf 1.634 €/m². Bei Wohn- und Geschäftshäusern liegt Lichtenberg mit 2.973 €/m² und einem Anstieg von 13 Prozent vorn, während Reinickendorf mit einem Minus von 22 Prozent auf 1.664 €/m² den stärksten Rückgang meldet.

Ausblick auf 2026: vorsichtiger Optimismus

Für 2026 prognostizieren Marktbeobachter eine insgesamt positive, aber differenzierte Entwicklung. Die Nachfrage nach Bestandsimmobilien dürfte weiter anziehen, während Neubauaktivitäten aufgrund hoher Baukosten und regulatorischer Unsicherheiten nur langsam an Fahrt gewinnen. Finanzierungen bleiben herausfordernd, dürften sich aber stabilisieren; für zehnjährige Darlehen wird ein Zinsniveau um vier Prozent erwartet. Anleger sehen die aktuellen Preisniveaus vielfach als Einstiegschance, zugleich bleibt das Marktumfeld von politischen Risiken begleitet.

Jürgen Michael Schick kommentiert die Lage mit Blick auf die Hauptstadt wie folgt: «Investoren kehren vermehrt in den Zinshausmarkt zurück. Berlin bleibt als größter deutscher Investmentmarkt weiterhin attraktiv, sogar wenn politische Risiken in die Bewertung einfließen.»

Insgesamt zeichnet sich für Berlin 2026 ein Marktbild ab, das von wachsender Investorenaktivität und stabilen Preisen geprägt ist, wobei regionale Unterschiede die konkrete Chancen- und Risikolandschaft bestimmen.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: konii.de
social facebook social youtube social instagram social tiktok

Copyright © 2000 - 2026 | 1A Infosysteme GmbH | Content by: 1A-Anzeigenmarkt.de - Veröffentlichung: 15.01.2026  - C45875 - [Bildnachweis]